Rechtsschutzversicherung

Die Aktionsgewerkschaft Bildung hat für ihre Mitglieder eine Gruppenrechtsschutz-versicherung abgeschlossen.

Wir konnten mehrere kompetente VertragspartnerInnen gewinnen, darunter eine Arbeitsrechtsexpertin und eine Spezialistin für BeamtInnendienstrecht.

Die Versicherung umfasst:

1. Arbeitsgerichts-Rechtsschutz
2. Sozialversicherungs-Rechtsschutz
3. Beratungs-Rechtsschutz inkl. einem Schreiben der beratenden Rechtsanwältin
4. Schadensersatz- und Straf-Rechtsschutz für Berufsbereich
5. Beratung bei Mobbing am Arbeitsplatz
und gilt für alle Mitglieder sowie für die Aktionsgewerkschaft Bildung selbst.

 

Was bedeutet dieser Rechtsschutz?

Einige Beispiele sollen das verdeutlichen:


1. Der Arbeitsgerichts-Rechtsschutz
gilt für Mitglieder gegenüber ihren Vorgesetzten und umfasst die Wahrnehmung rechtlicher Interessen aus Arbeitsverhältnissen in Verfahren vor dem Arbeitsgericht.
Versicherungsschutz besteht auch für die Wahrnehmung rechtlicher Interessen bezüglich dienst-, besoldungs- und pensionsrechtlicher Ansprüche sowie auch für Disziplinar-verfahren.

Beispiele:
1.1  Eine Kollegin wird zur Teilnahme an einem Wochenendseminar verpflichtet. Sollte keine Bezahlung von MDL erfolgen, kann sie mit Unterstützung der AGB-Anwältin klagen, ohne dass für sie Kosten anfallen.

1.2  KollegInnen einer Schule streiken gegen die Verschlechterungen der Arbeitssituation  an den Schulen. Gegen zwei Kolleginnen werden als „Anführerinnen“ Disziplinarverfahren eingeleitet.
Sie werden von einer kompetenten Anwältin kostenlos vertreten.

 

2. Der Sozialversicherungs-Rechtsschutz
umfasst die Wahrnehmung rechtlicher Interessen der Mitglieder in gerichtlichen Verfahren wegen Streitigkeiten mit Sozialversicherungsträgern in Leistungssachen, weiters in Verfahren wegen Feststellung der Sozialversicherungsberechtigung .

Beispiele:
2.1 Einem Kollegen wird der nötige Kuraufenthalt nicht genehmigt.
      Unsere Anwältin interveniert und reicht erforderlichenfalls die Klage ein.

2.2 Eine Kollegin ist nach einen Unfall nicht mehr arbeitsfähig- ihr Antrag auf
      Frühpension wird trotzdem abgelehnt. Sie wird von unserer Anwältin vor
      Gericht vertreten.

 

3. Beratungs-Rechtsschutz inkl. einem Schreiben der  beratenden Rechtsanwältin.
Jedem Mitglied steht einmal monatlich Beratung inkl.  einem  Schreiben  durch unsere Anwältin zu.
Diese Rechtsauskunft kann sich auf bereits eingetretene oder bevorstehende Änderungen in den
arbeitsrechtlichen Verhältnissen beziehen.  
In allen Fällen, in denen die  Personalvertretung nicht Auskunft geben kann, weil der Sachverhalt zu kompliziert ist oder nicht häufig vorkommt, hilft die Beratung mit der Anwältin.

Beispiele:
3.1  Ein Mitglied möchte wissen, ob ein Seminar für ein Unterrichtsfach von
       der Schule bezahlt werden muss, auch wenn es sich nicht um ein PI-
       Seminar handelt. Eine Auskunft unserer Anwältin bringt Klarheit.

3.2  Wer haftet für Unfallschäden, wenn eine Schülerin für eine Schulver-
        anstaltung  Material transportiert (z.B. Grillutensilien für einen Wander-
        tag, der mit einem Grillfest abgeschlossen wird)?


4. Beratung bei Mobbing am Arbeitsplatz
Es steht eine renomierte  Mobbingberaterin zur Verfügung.


5. Im Rahmen der Rechtsschutzversicherung ist auch die Tätigkeit des einzelnen Mitglieds in seiner Funktion als Personalvertreter mitversichert!


Wartezeit

Die Wartezeit beträgt grundsätzlich drei Monate.

Für den Schadenersatz- und Strafrechtschutz gibt es generell keine Wartezeit.

Mitglieder, die der Aktionsgewerkschaft Bildung beitreten, sind sofort in allen Bereichen versichert, sofern sie entweder bei ihrer bisherigen Gewerkschaft oder durch einen privaten Versicherungsvertrag das Leistungspaket Arbeitsgericht-, Sozialversicherungs- und Beratungsrechtsschutz versichert hatten.

Für Mitglieder, die von der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft in die Aktions-
gewerkschaft übertreten, gibt es keine Wartezeit, wenn zwischen dem Austritt aus der UBG und dem Eintritt in die AGB nicht mehr als 3 Monate liegen.

Karenzierte Mitglieder sind prämienfrei weiterversichert, allfällige Wartezeiten  entfallen bei Wiedereintritt in den Dienst.

Das heisst: für alle KollegInnen, die aus einer anderen Gewerkschaft aus – und in die AGB austreten, entfällt die Wartezeit, weil sie ja bei ihrer bisherigen Gewerkschaft rechtsschutzversichert waren.
Aber auch für KollegInnen, die bisher privat arbeitsrechtsschutzversichert waren, entfällt die Wartezeit.

Zudem:
Die Wartezeit beträgt üblicherweise sechs Monate, bei der Aktionsgewerkschaft Bildung dagegen nur drei  Monate.

Der Rechtsschutz ist ein wesentlicher Pfeiler in der Interessensvertretung der KollegInnen und wir konnten auch als kleine Organisation  für unsere Mitglieder einen guten Vertrag abschließen!